
Wie professionell darf es denn sein? Da wir einen schnellen Einblick in aktuell erhältliche Videoschnitt-Software für Mac´s haben wollten, nahm ich Avid, Final Cut, Premiere, iMovie und After Effects etwas genauer unter die Lupe . Dabei war entscheidend, welchen Anspruch habe ich an den Film, der am Ende dabei raus kommen soll? Wann reicht iMovie wann brauch ich Final Cut? Weitere Kriterien sind: Handling, Qualität, Preis, Flexibilität, Export und Import von Dateiformaten und Randerzeiten. Die Capture-Funktionen habe ich nicht getestet.
iMovie – Man findet sich in kürzester Zeit zurecht und ist für den einfachen Videoschnitt gedacht. Besonders praktisch ist die Kommunikation mit den anderen iLife Programmen oder das problemlose Einbinden von verschiedenen Dateiformaten (ai, pdf, jpg, tif, mp3, avi, wmv, …) Problem: iMovie arbeitet mit DV, d.h. 1 Std sind ca. 12 GB. Alles was größer ist kann nicht importiert werden. Auch die eine Video- und zwei Audiospuren sind doch etwas zu wenig. iMovie ist eine gute Einsteiger-Videoschnittsoftware für den einfachen Videoschnitt. (Weitere Software für unter 100 Euro)
Final Cut - Professionelle digitale Videobearbeitung für Schnitt, Compositing und Spezialeffekte, mit einfacher Menüstruktur. Auf mich macht die Apple-Software als eigentlichen Avid-Cutter einen sehr guten Eindruck.
(Video- und Audiospuren Handling, Color correction und alle andern wichtigen Effekte sind vorhanden
Das Final Cut Studio 2 Paket, umfasst Final Cut Pro 6, Motion 3, Soundtrack Pro 2, Compressor 3, DVD Studio Pro 4 und Color. FinalCutExpressHD bleibt ein Tipp in der Preisklasse von 300 Euro, nach wie vor gibt es soviel Profischnitt für so wenig Geld nirgendwo anders. Günstiger und flexibler als Avid.
After Effects und Premiere – Sowohl Encore DVD als auch Premiere, Audition und After Effects sind nur für den PC verfügbar. Laut einem Telefonat mit Adobe ist die Macintosh-Version von Production Studio ab Ende Juni erhältlich.
Die Windows-Version von Premiere besitzt praktisch alle Funktionen, die man sich als Cutter wünschen kann. Allerdings macht die Performance des Programms nach wie vor Probleme. Für Editing und und leichte Compositing-Aufgaben stellt das Programm eine gute Umgebung bereit. Daneben ist After Effects die klassische Compositing-Software und soll auch schon mal unter OS X gelaufen sein (die Testversion 7.0 kommt hoffentlich noch diese Woche per Post) Gerade ist mir auch noch Appel Shake über den Weg gelaufen, welches ich leider noch nicht ausprobieren konnte – werde es aber nachholen.
Avid – Die Zielgruppe von Avid Xpress liegt ganz klar im professionellem Produktionsumfeld. Ein Unterschiede zwischen Avid und Final Cut Pro ist sicherlich der Preis. Die komplette Workstation ist bei Avid erheblich teuerer. Allerdings bietet Avid wesentlich mehr Effekte und spezielle Sparks. Auch schnelleres Arbeiten ist durch die Tastaturkürzel möglich.
Allen Mac-Usern sei abschließend gesagt, dass sich ein spannendes Rennen zwischen Avid Xpress und Final Cut Pro abzeichnet. Ich finde, Final Cut schneidet nicht nur wegen des übersichtlich gestalteten Interfaces besser ab. Auch bezüglich des Handlings beim Ausspielens bzw. des Import und Export von Dateien würde ich mich für Final Cut entscheiden.
Ich habe auf der Seite http://www.All4Videoschnitt.de die Tools zusammengestellt, die für den digitalen Videoschnitt benötigt werden. Angefangen von den Softwarelösungen zum Muxen und Demuxen bis hin zu DVD Authoring-Tools und entsprechender Brenn-Software und Player-Software.
Schaut euch die Seite an. Über Verbesserungsvorschläge würde ich mich freuen.